Dieser Artikel ist auf der Webseite der Bramscher Nachrichten erschienen. Redakteur ist Holger Schulze.

An diesem Wochenende waren in Bramsche Tannenbäume wieder ein Fall für die Feuerwehr. Allein im Stadtgebiet sammelte der Nachwuchs der freiwilligen Helfer rund 650 ausgediente Weihnachtsbäume ein. Und bekam zur Belohnung die eine oder andere Überraschung.

So sicher wie es jedes Jahr Weihnachten wird, so gewiss kommt auch der Tag, an dem sich der einst üppig geschmückte Symbolträger christlicher Besinnlichkeit nicht mehr mit einer aufgeräumten Wohnzimmerkultur verträgt. Am Samstag nach den Heiligen Drei Königen war es wieder soweit. Zahlreiche engagierte Mitglieder von Sportvereinen und Jugendfeuerwehren sammelten in Bramsche, im Kirchspiel Engter, in Achmer, Ueffeln, Epe, Malgarten und Bühren, in Hesepe und Sögeln sowie in Rieste und Neuenkirchen-Vörden die am Straßenrand liegenden Bäume ein.

Beliebter Service

Da lag es nun, dass dürr werdende Gehölz, abgeschmückt und vor allem langsam zunehmend nadelnd. An den meisten Wipfeln befand sich an Stelle des Sterns ein kleines Plastiktütchen, um mit einem Geldschein die wetterfesten Abholer für ihre Dienstleistung zu entlohnen. Dieser Entsorgungsdienst ist eine offensichtlich gern in Anspruch genommene Möglichkeit, für kleines Geld seinen Kofferraum sauber zu halten.

Weiterlesen: IGS Bramsche hat Feuerwehr-AG

In Bramsche erledigt seit bald zwanzig Jahren die Jugendfeuerwehr, so genau erinnerte sich keiner mehr daran, wann mit dem Abholen begonnen wurde, den Abtransport der Bäume. 19 Mädchen und Jungs, dazu weitere 25 Aktive waren es, die ab acht Uhr in der Früh die Lkw der Firmen Ostermann und Scholz, den Anhänger von Schumacher sowie zwei eigene Fahrzeuge beluden. Dienstantritt war bereits um 7.30 Uhr zu einem Frühstück, gesponsert von Justus.

Engagierte Truppe

„Die Motivation ist allgemein sehr, sehr hoch“, schilderte Saskia Schrader, seit dem vergangenen Jahr Stadtjugendfeuerwehrwartin, den Einsatzwillen ihrer Truppe. „Wir haben alle viel Spaß und machen es gerne, auch nach der harten Woche“.

Gemeint waren damit die Tage von Montag bis Freitag, in denen die Jugendfeuerwehr zwischen 16 und 20 Uhr von Haus zu Haus in Bramsche zog, um möglichst viele Bäume zu bekommen. Auf rund 650 schätzte Saskia Schrader schließlich die Menge an Tannenbäumen, das beim Osterfeuer wieder seinen finalen Zweck erfüllen wird. In diesem Jahr jedoch nicht mehr hinter Hardeck, weil da ja in diesem Jahr gebaut werden soll. Etwas weiter den Penter Weg entlang bis zum Vereinsheim der Kanuten wurden die Tannenbäume diese Mal transportiert. Ein Teleskoplader aus Epe half dort beim Aufschichten.

Dankeschön

Überhaupt war die Laune der jungen oder jung gebliebenen Feuerwehrleute kurz vor der Mittagspause bereits bestens. Eine von Jonny’s Pantry gestiftete Gyrossuppe warten auf alle. Und selbst der wohl zukünftige Stadtbrandmeister Jörg Ludwigs hatte den Vormittag über Hand an die Bäume gelegt. Der Lohn dieser Gemeinschaftsaktion war auch nicht nur das wieder für das Zeltlager der Jugendfeuerwehr in der ersten Ferienwoche bestimmte Geld der ehemaligen Weihnachtsbaumbesitzer. An den abgeholten Bäumen gefunden wurden auch der eine oder andere Dankesbrief, hier und da ein gemaltes Bild und sogar gefrorenen Gummibärchen.

Jugendfeuerwehr sammelte ausrangierte Tannenbäume ein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.