Am Samstag den 16.11.2019 fand die Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Epe, Sögeln, Rieste und Hesepe statt. Auf das Gelände von Horst Dallmann am Düpteweg rückten, nach der Alarmierung um 14:07 Uhr, 10 Einsatzfahrzeuge der einzelnen Wehren an. Das Übungs-Scenario sah folgendes vor: Nach einem Brand in einer Lagerhalle wurden mehrere Personen vermisst, ein PKW verunfallte in unmittelbarer Nähe und Schaulustige parkten den vor dem Gelände befindlichen Hydranten zu.

Die erstanrückende Feuerwehr aus Hesepe startete unmittelbar nach der Erkundung die Personensuche im Gebäude und sicherte die angrenzenden Gebäudeteile durch eine Riegelstellung. Die nur 3 Minuten später anrückenden Kräfte aus Epe unterstützten die Angriffstrupps aus Hesepe mit weitere Atemschutzgeräteträgern und baute mit der eintreffenden Einheit aus Sögeln, die Wasserversorgung vom 500m entfernten Unterflurhydranten auf. Der Aufbau der Wasserversorgung vom Hydranten bis zum Fahrzeug dauerte, über die lange Wegstrecke, nur wenig mehr als 10 Minuten.

Die Ortsfeuerwehr Rieste hatte nach kurzem Halt vor geschlossenen Bahnschranken die Aufgabe die verunfallte Person patientenschonend aus dem Fahrzeug zu retten. Dieses gestaltete sich nicht ganz so einfach, da der PKW auf dem Dach lag und nur eine Seite zugänglich war. Die Kameraden aus Rieste arbeiteten diese schwierige Lage sehr vorbildlich und schnell ab, wie ihnen vom Übungsbeobachter VU ( Verkehrsunfall ) in der Nachbesprechung  erläutert wurde. Der Innere-Retter war noch vor dem Aufbau der Geräteablage zu der verunfallten Person in das Fahrzeug geklettert.

Die Kommunikation zwischen dem Gruppenführer VU und dem Angriffstrupp war sehr detailliert, sodass die Zugangsöffnung über die Heckklappe sehr schnell und sicher ausgeführt wurde. Die Person konnte bereits 26 Minuten nach Eintreffen der Feuerwehr Rieste auf dem Gelände aus dem Fahrzeug gerettet werden. Wenn man dabei die ganzen erforderlichen Maßnahmen der Erstversorgung, Stabilisierung des Fahrzeuges, Zugangsöffnung herstellen und patientenschonendes Lagern und Retten betrachtet, war dieses eine sehr gute Leistung. Parallel zu der Unfallrettung wurden in der verrauchten Lagerhalle  vier vermisste Personen von insgesamt 4 AGT-Trupps  gerettet. Bereits nach 2 Minuten war die erste Person gefunden und aus der Halle gebracht worden und nach 18 Minuten waren alle Personen aus dem Gebäude. Unter anderem wurden noch mehrere Propangasflaschen sicher ins Freie gebracht und die Halle wurde mittels Hochdrucklüfter entraucht.

Im Anschluss an die Übung bedankte sich Ortsbrandmeister Wilfried Sollmann bei Horst Dallman für die zur Verfügungsstellung des Objektes und bei allen teilnehmenden Kameraden für ihr Engagement an diesem Samstagnachmittag.

Text: Torsten Grewe / Ortsfeuerwehr Hesepe
Fotos: Ortsfeuerwehr Hesepe

Vier-Wehren-Übung in Hesepe

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