Alarm für Bramsches Feuerwehren: Stadtbrandmeister aus dem Amt verabschiedet

Julia Kuhlmann berichtet über die Verabschiedung von Stadtbrandmeister Amin Schnieder. Die Fotos machte Rolf Kamper. Hier ist der Link zum Originalbeitrag.

Großer Feuerwehr-Bahnhof am Bramscher Rathaus: Mit rund 200 Mitgliedern haben die Freiwilligen Feuerwehren ihren Stadtbrandmeister Amin Schnieder aus dem Amt verabschiedet. Foto: Rolf Kamper

Alarm für die Feuerwehren im Stadtgebiet Bramsche. Um 18.45 Uhr wurden sie zu einem besonderen Einsatz gerufen. Mit einer bis dahin geheim gehaltenen Aktion verabschieden sie ihren Stadtbrandmeister Amin Schnieder mit großem Feuerwehr-Bahnhof am Hasesee.

Alarm für die Freiwilligen Feuerwehren in Bramsche, aber kein Notfall: Was die aktiven Mitglieder aller acht Feuerwehren im Stadtgebiet auf ihren Piepern lesen, unterscheidet sich von den sonstigen Einsatzbotschaften.

Kommen Sie zum Feuerwehrhaus zur Verabschiedung des Stadtbrandmeisters
Einsatzmeldung für die Bramscher Feuerwehren um 18.45 Uhr

Bramscher Nachrichten

Mit dieser Meldung rief die Leitstelle im Kreishaus Osnabrück die Freiwilligen Feuerwehren aus Bramsche und den Ortsteilen dazu auf, zum Hasesee zu kommen, um Stadtbrandmeister Amin Schnieder aus dem Ehrenamt zu verabschieden, das er nach gut neun Jahren niederlegt. Für insgesamt 330 aktive Mitglieder der acht freiwilligen Feuerwehren war Schnieder in dieser Zeit verantwortlich. Der 41-Jährige gibt sein Amt vorzeitig zurück, weil die zeitliche Belastung für ihn das Maß der Ehrenamtlichkeit längst überschritten hatte. 

Amin Schnieder war neun Jahre lang Stadtbrandmeister von Bramsche. Foto: David Ebener

Auch der scheidende Stadtbrandmeister bekam eine Alarmierung. Auf seinem Funkmeldeempfänger lautet der Text:

Lieber Stadtbrandmeister, bitte zieh’ Dich um, Du wirst gleich abgeholt.
Alarmierung für Bramsches Stadtbrandmeister Amin Schnieder

Alarmierungstext auf Pieper

Mit seiner Frau Kathrin, die neben den Ortsbrandmeistern der Bramscher Feuerwehren in das Manöver eingeweiht war, wurde Amin Schnieder mit dem Mannschaftstransportwagen von seinen Feuerwehrkameraden Jörg Ludwigs, Ortsbrandmeister von Bramsche, dem stellvertretenden Zugführer Karsten Pösse sowie dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Wilfried Menke zu Hause abgeholt und zum Hasesee gefahren.

Vor dem Rathaus: eng und rot

Zwischenzeitlich wurde es vor dem Bramscher Rathaus eng und rot: Zugführer Markus Leske und Ortsbrandmeister Bastian Heuer haben die zügig eintreffenden Fahrzeuge der Ortsfeuerwehren auf dem Platz hinter dem Rathaus eingewiesen. Die Mitglieder aller Ortsfeuerwehren warteten gemeinsam mit Kreisbrandmeister Cornelis van de Water mit insgesamt 30 Feuerwehrfahrzeugen auf die Ankunft ihres Feuerwehrkameraden Amin Schnieder und seiner Frau Kathrin, die dann durch ein Spalier liefen, das rund 200 Feuerwehrleute mit Fackeln bildeten. Dabei waren auch zahlreiche Mitglieder der gut besetzten Bramscher Jugendfeuerwehr.

Foto: Rolf Kamper

Nach Worten des Danks von Kreisbrandmeister und stellvertretendem Stadtbrandmeister führte kein Weg an der Drehleiter der Bramscher Feuerwehr vorbei: Ehepaar Schnieder verfolgte aus luftiger Höhe, wie das Steiger-Lied gespielt wurde und einen Teil des Niedersachsen-Liedes mit Gesangsunterstützung durch das “Bodenpersonal”. 

Foto: Rolf Kamper

Schnieder, sonst um keinen Spruch verlegen, dankte danach allen, ganz besonders für die Teamleistung der vergangenen Jahre. Dieser große Feuerwehr-Bahnhof – betrachtet aus der Höhe im Drehleiterkorb – habe ihm aber doch etwas die Sprache verschlagen, bekannte er. Weder ihm noch seiner Frau sei es da oben so richtig gut gegangen. Es werden Höhenangst (Kathrin) und Rührung (Amin) vermutet.

Ein großer Dank geht von unserer Seite natürlich an Amin und Kathrin für die vielen Entbehrungen, die beide bringen mussten. Bedanken möchten wir uns auch bei Julia Kuhlmann und Rolf Kamper, die diese tolle Verabschiedung medial begleitet haben. Feuerwehr Bramsche

Ein Gedanke zu „Alarm für Bramsches Feuerwehren: Stadtbrandmeister aus dem Amt verabschiedet

  • 15. November 2019 um 22:03
    Permalink

    Schönes Bild von Euch beiden, Kathrin und Armin. Gönnt euch die Zeit füreinander! Euer Trau-Pastor aus Hildesheim

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