Lehrgang zum Thema Absturzsicherung

In der Stadt Bramsche wurden weitere Kameraden aus den einzelnen Ortsfeuerwehren in der Absturzsicherung im Feuerwehrdienst ausgebildet. Nachdem der Freiwilligen Feuerwehr Bramsche, nun drei Multiplikatoren für Absturzsicherung mit Gerald Reiter, Torsten Grewe und Sebastian Santoriello zur Verfügung stehen, wurden erneut Kameraden für den Einsatz mit dem Gerätesatz Absturzsicherung geschult. Hierbei wird nach europäischem Standard der EUSR ausgebildet. Die Kameraden /innen mussten dabei die Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen der Feuerwehr beim Einsatz in absturzgefährdeten Bereichen kennen lernen. In dem insgesamt 24 stündigem Lehrgang, wurden Sicherungstechniken in Verbindung mit dem Gerätesatz Absturzsicherung geschult und geübt.

Nach Unterweisungen auf Auffanggurte, Seile, Verbindungsmittel und dem korrektes Legen und Stechen von Knoten, wurden an insgesamt fünf Samstagen, praktische Übungen am Kanal, dem Klärwerk Bramsche und abschließend an der Dreihorst Brücke durchgeführt. Mit Unterstützung der Drehleiter wurde hier die Sicherungsart „Toprope“ durchgeführt. Dabei ist Teamarbeit oberstes Gebot, denn die Kameraden legen ihre Sicherheit im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände der Kameraden. Bevor es aber erst einmal soweit war, musste der richtige Festpunkt ausgewählt werden.

Unter den kritischen Augen vom Ausbilder Santoriello, wurden die erforderlichen Knoten gelegt und die Kameraden am Auffanggurt eingebunden. Ein wichtiger Punkt ist die Kommunikation der einzelnen Funktionen in der Absturzsicherung. Hierzu zählt auch der Drehleitermaschinist, welcher in den kompletten Ablauf der Ausbildung mit eingebunden wird. Eine weitere Ausbildungsart war der horizontale Vorstieg, hier geübt auf der Innenseite eines Geländers. Dabei werden die Sicherungspunkte, sogenannte Zwischensicherungen in den entsprechenden Abständen gesetzt, um die Fallstrecke bei einem Sturz so gering wie möglich zu halten.

Alle Abläufe, ausgehend vom Festpunkt bis zu einer möglichen Notsituation, werden von den Teams im Vorfeld durchgesprochen und alle Elemente der Sicherungskette auf Funktion geprüft. An weiteren Ausbildungstagen wurden noch Möglichkeiten für den Einsatz des Gerätesatzes dargestellt. Wie wird ein „Geländerseil „ gespannt oder eine Brücke aus Leiterteilen gebaut. Bei vielen Führungskräfte stellt sich immer wieder die Frage, wann setze ich den Gerätesatz eigentlich ein? Hierzu sollte gesagt werden, dass dieses immer einsatzabhängig betrachtet werden muss. Besteht bei der Gefährdungsbeurteilung der Einsatzlage, die Gefahr eines Sturzes für einen Kameraden, kann es bereits an Böschungen oder stark abschüssigem Gelände erforderlich sein sich zu sichern. Alle Kameraden und die Kameradin absolvierten den Lehrgang mit Erfolgt und können zukünftig bei Einsätzen den Gerätesatz einsetzen.

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