Einweihung des neuen Feuerwehrhauses der Ortsfeuerwehr Engter

Die Bramscher Nachrichten berichten von der Einweihungsfeier des neuen Feuerwehrhauses. Den Originalartikel finden Sie im Link.

Das neue Feuerwehrhaus in Engter ist am Freitagabend offiziell eingeweiht worden, ebenso wie zwei neue Fahrzeuge für die Ortswehr. Eine Investition von 1,7 Millionen Euro hat sich die Stadt Bramsche als Trägerin der Freiwilligen Feuerwehren das neue Gebäude an der Vördener Straße 32 kosten lassen. “Die Endabrechnung liegt noch nicht vor. Aber so, wie es aussieht, werden wir nicht einen Cent mehr ausgeben müssen als kalkuliert”, betonte Bürgermeister Heiner Pahlmann bei der Übergabe. Anders als bei der Errichtung des Berliner Flughafens seien die Kosten also nicht explodiert, nahm Pahlmann Bezug auf Äußerungen, in denen während der deutlich länger als geplant dauernden Bauphase Vergleiche zwischen dem Feuerwehrhaus und dem “BER” gezogen worden seien.

Davon wollte sich der Bürgermeister “ausdrücklich distanzieren”, wie er sagte. Es habe sich beim dem Bau in Engter um ein “nicht ganz einfaches Vorhaben” gehandelt, zu Verzögerungen könne es bei Projekten dieser Größenordnung aber durchaus kommen. Nun jedoch verfüge die Engteraner Feuerwehr “über ein hochmodernes Feuerwehrhaus, das den Bedürfnissen des Löschbezirks vollkommen gerecht wird.”

Ursprünglich vorgesehen war, dass die Ortswehr nach dem Spatenstich im März 2017 zum Ende desselben Jahres einziehen könne. Das klappte wegen Problemen in der Auftragsvergabe wie auch teilweise bei der Ausführung der Arbeiten nicht. Letztlich wurde der Umzug aus der alten Wache im Ortskern an die Vördener Straße erst im September 2018 realisiert. Dass es im Zuge dessen einige Diskussionen und Differenzen zwischen der Stadtverwaltung und der Feuerwehr gab, kam nun bei der offiziellen Einweihung durchaus noch einmal zur Sprache, allerdings ohne Groll. Ortsbrandmeister Hartmut Gausmann meinte etwa mit einem Augenzwinkern: “Wir haben immer alle an einem Strang gezogen, aber vielleicht nicht immer in dieselbe Richtung.”

Gausmann dankte den Kameraden, die sich seitens der Ortswehr in einem “Bauausschuss” engagiert hatten, ebenso wie Stadtbrandmeister Amin Schnieder, der diese Feuerwehrleute genauso lobte für die “schweineviel Arbeit, die Ihr im Hintergrund geleistet habt”, wie auch die Kameraden, die in die Beschaffung zweier Fahrzeuge eingebunden worden waren: Ein neuer Mannschaftstransportwagen wurde genauso offiziell in Betrieb genommen wie ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit Gästen aus verschiedenen Feuerwehren, Politik, Verwaltung, Kirchen und der Nachbarschaft stand aber weiterhin die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses. Ortsbrandmeister Gausmann berichtete, dass die neue Wache bereits große Anerkennung bei Kameraden anderer Ortswehren gefunden habe – was sein Vördener Amtskollege Ralf Bürger prompt bestätigte, als er schmunzelnd meinte: “Dieses Feuerwehrhaus hat einen gravierenden Fehler: Es steht nicht bei uns in Vörden.”

Besonders emotional war die Ansprache von Ernst-August Rothert, der als Vorsitzender des Stadtrats-Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung sprach, aber auch selbst Mitglied der Engteraner Wehr ist. Es sei “ein besonderer Tag nicht nur für die Feuerwehr, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger im Kirchspiel Engter”, so Rothert. Das Haus sei “optisch gelungen und kann schon jetzt als prägend für unseren Ort bezeichnet werden”, lobte er wie auch andere Sprecher die Arbeit des städtischen Gebäudemanagers Christian Müller und von Architekt Ulf Leimbrink. Er sei seit 1967 in der Feuerwehr, berichtete Rothert.”Ich habe die beengten Verhältnisse an der Dr. Korshenrich-Straße über eine lange Zeit miterlebt und bin froh, dass da in der Hektik vieler Einsätze nie etwas passiert ist.” Er riet den Feuerwehrleuten zudem: “Nehmt Euch auch die Zeit, über Eure Einsätze zu sprechen und sie zu verarbeiten.”

Dass gerade das sicherlich nicht immer einfach ist, machte Manfred Tapken als Vertreter der Autobahn deutlich. “Wir haben es dort mit besonders schweren Einsätzen zu tun und sind froh, dass wir uns immer auf Euch verlassen können.” Weitere Glückwünsche zur Einweihung des neuen Gebäudes, verbunden mit guten Wünschen für künftige Einsätze, gab es von Kreisbrandmeister Cornelis van de Water, stellvertretend für alle Ortsbürgermeister im Kirchspiel Engter von Anette Marewitz sowie von Superintendent Hans Hentschel.

Aus allen Ansprachen wurde zudem die große Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit in den Freiwilligen Feuerwehren deutlich. Bürgermeister Heiner Pahlmann brachte es auf den Punkt, indem er sagte: 

“Ohne Euer Engagement wäre unsere Gesellschaft nicht dieselbe.”

Heiner Pahlmann, Bürgermeister

Ein Satz, über den sich die Feuerwehrleute sicherlich gefreut haben – ebenso wie über einen Bollerwagen voller Geschenke, den die Nachbarschaft der neuen Wache überreichte

Dieser Artikel wurde in den Bramscher Nachrichten von Björn Diekmann veröffentlicht. Von ihm stammt auch das Foto.

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