Hanfried Wessling zum Ehrenortsbrandmeister ernannt.

Viele Beförderungen und Ehrungen hatten Ortsbrandmeister Julian Tiemeyer und sein Stellvertreter Ralf Klarmann anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung durchzuführen. Höhepunkt des Abends war jedoch die Ernennung von Hanfried Wessling zum Ehrenortsbrandmeister. „Eine besondere Würdigung, die in der Stadt Bramsche erst zum vierten Mal verliehen wird“, so Bramsches Stadtbrandmeister Amin Schnieder, der diese Ehrung stellvertretend für Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann übernahm. „Schließlich muss man, um diesen Titel verliehen zu bekommen, mindestens zwei Amtsperioden, also 12 Jahre als Ortsbrandmeister tätig sein“, wie Schnieder den Mitgliedern und Gästen erklärte.

Ralf Klarmann (l.) und Ortsbrandmeister Julian Tiemeyer (r.) freuten sich über die Ernennung von Hanfried Wessling (2.v.l.) durch Stadtbrandmeister Amin Schnieder (2.v.r.) zum Ehrenortsbrandmeister.

Den Auftakt der Versammlung überlies Tiemeyer zuerst einmal den Gästen. Stadtbrandmeister Schnieder berichtet zunächst über das abgelaufene Jahr. Er wies auf die Probleme mit der Löschwasserversorgung hin, über den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Engter, die rund 400 Einsätze und nahm auch Stellung zu der Kritik aus der Ueffelner Wehr, dass es im vergangenen Jahr Probleme mit der Alarmierung gab. „Es ist mittlerweile so, dass bei einem Schadensereignis die Feuerwehren in der Leitstelle -geroutet- werden. Sprich welche Wehr ist am nächsten dran. Welchen Wehren werden zur Unterstützung mitalarmiert. Da gab es im vergangenen Jahr einige Probleme, wir sind aber daran, diese zu beheben“, versprach Schnieder den Kameraden. Denn während die Feuerwehren Neuenkirchen/Br. und Hesepe zu einem Brand nach Achmer alarmiert wurden, konnten die Ueffelner zuhause bleiben.

Stadtbrandmeister Amin Schnieder verließt den Text der Ernennungsurkunde von Hanfried Wessling zum Ehrenortsbrandmeister.

Balkums Ortsvorsteher Gert Borcherding griff das Thema Wasserknappheit ebenfalls auf und wies darauf hin, dass im Sommer auch sämtliche Bäche und Teiche im Gehn trockengefallen waren. „Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn dort ein Feuer ausgebrochen wäre“, so Borcherding, der in diesem Zuge die Einrichtung von Löschwasserteiche anregte.

Mit seinem Jahresbericht verdeutlichte Tiemeyer die Wichtigkeit einer gut ausgebildeten Wehr. „Insgesamt wurden die 36 aktiven Mitglieder der Wehr, darunter vier Frauen, zu 23 Einsätzen alarmiert. Neben 13 Einsätzen im Bereich Technische Hilfe fielen auch 10 Brandeinsätze an. Des Weiteren nahmen wir an drei Übungen teil“, so Tiemeyer. So leisteten die ehrenamtlichen Brandschützer insgesamt 3325,25 Stunden Dienst zum Wohle der Allgemeinheit, davon 826,5 Stunden während der vielen Einsätze. Mit zu den Einsätzen zählte auch der Großeinsatz in Meppen. 404 Stunden Dienst leistete einige Kameraden als Mitglieder der Feuerwehrbereitschaft Nord beim Moorbrand innerhalb von zwei Tagen. In diesem Zusammenhang lobten die eingesetzten Kräfte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehrleuten der Bundeswehr.

In diesem Zusammenhang wies Tiemeyer auf ein Seminar zur Waldbrandkämpfung in Wallenhorst hin, an dem einige Mitglieder der Wehr teilnahmen. „Wir haben dort einige Denkanstöße bekommen. Einige Sachen hätte wir vorher so nicht gemacht“, so Tiemeyer weiter. Das Wissen soll in diesem Jahr bei einem Dienstabend an die anderen Kameraden weitergegeben werden.

Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen

Rita Szentiks (2.v.l.) wurde Feuerwehrfrau des Jahres 2018. Sie nahm an allen 21 Dienstabenden teil. Hanfried Wessling (6.v.r.) wurde nach Bestätigung des Stadtrates durch Amin Schnieder (r.) zum Ehrenortsbrandmeister ernannt.

Nach erfolgreichem Abschluss der Truppmann Teil 1 Ausbildung konnte Tiemeyer das neue Mitglied Frederic Hoppe zum Feuerwehrmann ernennen. Michelle Minnig, Marcel Wächter und Kai Wessling wurden von Tiemeyer in den Dienstgrad Oberfeuerwehrfrau / -mann befördert. Jannis Klarmann und Marc Wessling wurden zu Hautpfeuerwehrmännern befördert.

Aus den Händen von Stadtbrandmeister Amin Schnieder erhielt Michael Vogeding die Beförderungsurkunde zum Löschmeister, nachdem er im vergangenen Jahr eine Zweiwöchige Fortbildung zum Gruppenführer an der Feuerwehrschule in Loy absolvierte. Zum Oberlöschmeister konnte Schnieder Raphael Krüger und zum Hauptlöschmeister den stellvertretenden Ortsbrandmeister Ralf Klarmann befördern. Den Abschluss im Beförderungsreigen bildete die Auszeichnung von Julian Tiemeyer zum Oberbrandmeister durch Schnieder und Klarmann.

Den Titel den Feuerwehrmann / -frau des Jahres 2018 konten Klarmann und Tiemeyer an Rita Szentiks übereichen. „Rita ist das einzige Mitglied unserer Wehr die im vergangenen Jahr an allen 21 Dienstabenden teilnahm und damit insgesamt 54 Stunden Ausbildungdienst wahrgenommen hat“, so Klarmann.

Text und Fotos: Henning Stricker

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